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Juni - In der Schweiz wird die rechtliche Situation rund um Bitcoin klarer. Der Pizza-Verkäufer schuldet ganz normal nur Mehrwertsteuern auf dem erzielten Umsatz.

Der Entscheid damit sie funktionieren auf eine Anfrage von drei Bitcoin-Organisationen zurück. Sie waren bereits mit dem entsprechenden Ersuchen an die Verwaltung herangetreten. Bitcoin ist eine Währung und sollte daher auch rechtlich als Währung betrachtet werden. Noch im Juni will sich allerdings der europäische Gerichtshof in Luxemburg damit befassen. Entsprechende Gespräche mit der Finanzmarktaufsicht Finma sollen in diesen Tagen stattfinden.

Bis heute bietet keine Schweizer Bank Dienstleistungen mit der neuen digitalen Währung an. Auch andere Firmen in der Schweiz forcieren den Aufbau.

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Dort gab die Börse Nasdaq bekannt, sich künftig stärker mit der Technologie auseinandersetzen zu wollen, die Bitcoin zugrunde liegt.

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Ja, mehr noch: Nasdaq will sogar ganz konkret einen kleinen Teil seiner Transaktionen über die Bitcoin-Blockchain laufen lassen, also in der dezentralen Datenbank von Bitcoin speichern.

Der Nasdaq schwebt vor, Transaktionen von ganz bestimmten Wertpapieren in der Bitcoin-Datenbank zu speichern. Dabei geht es um Wertpapiere von Firmen, die einen Börsengang planen und deren Aktien im Vorfeld desselben bereits unter Investoren gehandelt werden.

Natürlich ist noch alles experimentell und der Erfolg ganz ungewiss. Und die Nasdaq war auch nicht der erste etablierte Finanzakteur, der sich die Blockchain-Technologie genauer anschaut.

Die meisten experimentieren allerdings weniger mit der Original-Bitcoin-Blockchain, sondern mit eigenen Blockchains, also mit eigenen Datenbanken, und designen sie so, dass sie die Kontrolle darüber nicht oder nicht vollständig aus der Hand geben.

Anzeige Anders die Nasdaq. Die Börse setzt auf die Original-Bitcoin-Blockchain und will ihre Transaktionen in dieser dezentralen, unzensierbaren und globalen Datenbank festschreiben. Das ist möglich, weil in der Bitcoin-Blockchain nicht nur klassische Bitcoin-Überweisungen festgehalten werden können, sondern auch andere Wertübertragungen.

Überhaupt fallen Mittelsmänner und damit Kosten weg.

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Für den Hochfrequenzhandel aber ist die Technologie beispielsweise gänzlich unbrauchbar. Sollte das Nasdaq-Beispiel in der Praxis funktionieren und Schule machen, wo man satoshi hinlegt in Zukunft deutlich mehr Transaktionen über die Bitcoin-Blockchain laufen als heute, selbst wenn sich die Währung Bitcoin im Alltag nicht rasch verbreitet.

Das würde aber neue Probleme mit sich bringen. Tatsächlich werden bereits heute durchschnittlich 3 Transaktionen pro Sekunde durchgeführt. Viel Reserve gibt es ohnehin nicht mehr. Unter den Chefentwicklern tobt gegenwärtig ein Grundsatzstreit, ob das Transaktionslimit pro Sekunde von 7 auf angehoben werden sollte.

Eine Anhebung der Limite würde mutmasslich zu einschneidenden Veränderungen führen. So kann das Bitcoin-Netzwerk heute noch von einigermassen kleinen Computern unterhalten werden. Das ist wichtig, weil damit die eminent wichtige Eigenschaft von Bitcoin, dezentral zu sein, gewährleistet wird.

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Eine Erhöhung der Transaktionszahl führt dagegen zu mehr Zentralisation, weil die verarbeitenden Computer mehr Bandbreiten benötigen, mehr Speicherplatz und allgemein mehr Infrastruktur.

Das könnte die Bitcoin-Landschaft grundlegend umpflügen. Stillstand und Einfrieren der Spezifikationen des Bitcoin-Protokoll war allerdings noch nie eine Option. Der Begründer von Bitcoin, Satoshi Nakamoto oder wer auch immer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, hatte den ursprünglichen Programmcode zum Herunterladen ins Netz gestellt. Seither haben die zahlreichen Chefentwickler das Programm im Konsens zigmal überarbeitet und den Erfordernissen angepasst.

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Anzeige Die Grundsatzdebatte Doch mittlerweile steht viel auf dem Spiel. Und die Chefentwickler werden inzwischen oft von Unternehmen bezahlt.

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