Binare musik. Binäre Komposition | MusikTexte – Mai

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In dem Versuch, diese pointiert darzustellen, erlebe ich häufig, dass ich meinen kompositorischen Ansatz selten gut auf Kernthesen beschränken und griffig beschreiben kann. Meine Vorgehensweise und Methodik setzt sich oft aus gegensätzlichen Polen zusammen. Da ich die Mehrpoligkeit als ein entscheidendes Kriterium meiner Arbeit ausgemacht habe, möchte in diesem Text als übergreifendes Thema genau diese Gegensätzlichkeit der Methoden und Motivationen behandeln. Dieses Charakteristikum macht auch mich als Person aus, deshalb empfinde ich meine Stücke häufig als sehr persönlich.

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Ich meine das nicht — zumindest nicht vorrangig — emotional oder subjektiv, sondern in der Weise, wie man sich Aufgaben, Situationen, Musikstücken und dem Leben nähert. Nachfolgend möchte ich eine Reihe von Gegensatzpaaren in meiner Arbeit beleuchten und erklären, wieso sie mir wichtig sind. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Spannungsverhältnisse: Ernsthaftigkeit vs. Virtualität, Popmusik vs. Neue Musik, Konzept vs.

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Intuition, Expressivität vs. Introversion und Technik binare musik. Natürlich sind kein Mensch und keine Arbeit monothematisch, doch trotzdem beschreibe ich diesen Aspekt als eine meiner Arbeit zugrundeliegende Charakteristik. Popästhetik Der offensichtlichste Gegensatz ist vielleicht die Kombination und Konfrontation von popmusikalischen Elementen mit der zeitgenössischen Musik.

Die Verbindung Neuer Musik mit anderen Genres, welche im weitesten Sinne der experimentellen Popmusik und Elektronik zuzuordnen sind, ist augenscheinlich und in allen Stücken explizit binare musik. Es gibt hier verschiedene Ansätze, die bei der Fusion der Inhalte und Sprachen auftreten. Relevante Faktoren aus der populären Musik sind für mich Produktionstechnik, Unmittelbarkeit, performative Codes und Klangsprache.

Zwar habe ich auch relativ früh angefangen, Instrumente zu spielen, doch war und ist der Computer immer mein eigentliches Instrument gewesen. Damit hatten die Arbeitsweise und Art der Komposition und Produktion bei mir schon immer einen konstruierten, artifiziellen Aspekt.

Da alle meine Stücke komplett verstärkt sind und mit Elektronik und Zuspielung arbeiten, war es für mich immer ein erklärtes Ziel, diesen Produktionsansatz auch auf die Live-Situation zu übertragen.

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Hieraus resultiert natürlich die Frage, wie sich dieser Ansatz mit Live-Instrumenten sinnvoll vereinen lässt: Die Vorzüge oder Möglichkeiten dieser Ästhetik binare musik auch einige Risiken für differenzierte Kammermusikalität, Dynamikumfang, Komplexität der Klangsprache, Verhältnis zwischen Spieler, Klangresultat und Inszenierung. Es liegt in der Natur der Sache, dass kein Ansatz alles leisten kann, und so erkauft man sich Möglichkeiten durch Reduktion an anderer Stelle.

Eine binare musik Herausforderung besteht darin, die Tür für eine Ästhetik mit einem Mehrwert zu öffnen, welche nicht schon durch die Popmusik abgedeckt ist.

Ein Neue-Musik-Konzert muss nicht erfüllen, was ein Binare musik, ein Rave- oder Punkkonzert leisten können — aber es lassen sich Elemente isolieren und in einem Kunstmusikkontext nutzbar machen.

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Klanglich können das beispielsweise die Reduktion von Material sowie die besondere Produktionstechnik sein. Weitere Ziel können das Analytische, die Abstraktion und die damit verbundene Suche nach einer Verallgemeinerbarkeit sein.

Binäre Komposition | MusikTexte – Mai

Die Rhythmen des Stücks sind allerdings algorithmisch mithilfe eines Polyrhythmus-Generators entstanden. Obwohl man durchgängig das Gefühl hat, dass der Klang im richtigen Moment kommt, lässt er sich doch selten wirklich voraussagen. Die Oberfläche ist sehr nahbar, doch die Generatoren und Polyrhythmen darunter sind komplex.

Auch das Artifizielle wird binare musik diesem Stück explizit thematisiert: Es ging mir darum, eine leer erscheinende Klanglandschaft aus einzelnen Samples zu konstruieren — zusammen mit völlig unmenschlichen MIDI-Chören und E-Gitarren aus der Konserve.

Mich reizte dabei die klinische Welt der Studioästhetik. Neben den technischen Komponenten dieses Stückes — eine Sängerin steuert mit Sensoren die Elektronik — war auch hier das Ziel, diese musikalische Sprache in ihrer Künstlichkeit im Verlauf des Stücks zu thematisieren.

In diesem wie in anderen Stücken nutze ich also Elemente der Popmusik, um sie zu reflektieren, zu überspitzen und in einen neuen Kontext zu rücken. Aber auch hier greift die oben beschriebene Ambivalenz: Diese Stücke sind kein reiner Kommentar oder eine theoretische Abhandlung.

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Ich möchte nicht aus Sicht der E-Musik auf diese Stile herabschauen, sondern diese nutzen, ohne ihnen komplett zu verfallen und sie zu imitieren. Es ist meine Überzeugung, dass hier musikalisch etwas zu holen ist. Überwältigung Mit ähnlicher Intention nutze ich nicht nur genrespezifische Elemente und Produktionstechniken, sondern auch die Präsentationsform nicht-klassischer Konzerte. Das bedeutet zum Beispiel eine oft sehr direkte, laute und unmittelbare Konfrontationssituation; in einer negativen Auslegung könnte man wohl von einer Überwältigungsästhetik sprechen.

Tatsächlich ist mir der physische, immersive Moment eines solchen Konzerterlebnisses wichtig. Auch innere Mauern bedürfen bisweilen schweren Geräts, um das Dahinterliegende freizulegen und zu einem durch Schutzmechanismen wohlbehüteten Punkt vorzudringen. Für mich war und ist immer auch dieser forsche Akt ein Mittel dazu, an etwas Ehrliches zu geraten. Es geht mir dabei nicht um die Show oder das Pompöse, sondern binare musik, etwas Unmittelbares, Intensives zu erleben, wahrzunehmen.

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Es ist auch nicht das Aggressive, das mich daran reizt, sondern das Gefühlvolle, das angesprochen wird wobei hier auch Aggressionen eine Rolle spielen können.

Nicht die Konfrontation interessiert mich, sondern das Vordringen.

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Dies kann und wird natürlich vom Besucher mitunter anders wahrgenommen und als überbordend, simplizistisch oder militant eingeschätzt. Dieser möglichen Lesart bin ich mir bewusst. Ich denke aber, dass sie künstlerisch genutzt werden kann und diese Heftigkeit gewinnbringend einsetzbar ist.

In beiden Stücken bekommen die Performer nahezu binare musik Züge — sie führen streng synchronisierte Bewegungen aus — und werden damit Teil eines Apparats. Es geht hier um ein Weggleiten, einen Rausch, ein Überborden.

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Auch die verschiedenen Interpretationen von Intensität, als freudige Energie, als Eskapismus oder als Ohnmacht machen für mich das Potential dieses Ansatzes aus. Mich faszinieren die verschiedenen Lesarten dieses überbordenden Zustands — und ich denke, in dieser Mehrschichtigkeit verdient er auch in der Kunstmusik einen Platz.

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Intuition In der vorangehenden Auflistung habe ich ein wenig plakativ das Gegensatzpaar Romantik vs. Technik bemüht.

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In diesem Fall kann man es wohl so herunterbrechen, dass es mir trotz der Heftigkeit der Mittel eigentlich um etwas sehr Zartes geht. Die technische Umsetzung und Annäherung stehen hier im gewissen Gegensatz zu den inhaltlichen Motivationen. Diesen Kontrast kann man sicherlich auch etwas weiter verstehen, denn auch die Verwendung der technischen Mittel, die sich durch alle meine Stücke zieht, steht immer auch im Verhältnis zu etwas ganz Intuitivem, Menschlichem und Emotionalem.

Ich begreife daher viele meiner Stücke als im Kern eigentlich romantisch.

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Offensichtlich nehmen technische Aspekte in meiner Arbeit eine binare musik Rolle ein, doch eigentlich probiere ich, sie nie zum Hauptkriterium eines Werks zu machen. Trotz aller Begeisterung ist die Technik für mich immer Mittel zum Zweck. Neben der Wahl der Mittel unterliegt auch der Entstehungsprozess immer sehr gegensätzlichen Polen.

Denn einerseits binare musik ich extrem intuitiv, tue das aber auf der Grundlage von inhaltlichen und technischen Rahmenbedingungen.

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